Die Fahrer von RMW Motorsport starteten am vergangenen Wochenende (10./11. August) beim Westdeutschen ADAC Kart Cup in Kerpen – als optimale Vorbereitung auf das anstehende Rennen des ADAC Kart Masters, das nur eine Woche später wieder auf dem Erftlandring in Kerpen stattfinden wird. Doch so richtig rund wollte es trotz Heimvorteil nicht laufen, wie Fahrer-Coach Christian Wangard erläutert: „Auf der Heimstrecke zu fahren, war für uns natürlich sehr angenehm, weil wir uns dort gut auskennen. Einige unserer Fahrer wohnen auch gar nicht weit weg, deswegen waren wir zusätzlich motiviert. Wir haben uns über das Wochenende gut entwickelt. Am Samstag hat die Basis schon gestimmt. Leider hatten wir dieses Wochenende im Zeittraining Probleme zu liefern. Insgesamt haben sich einige Piloten sehr, sehr schwergetan unter Druck ihre Leistung abzurufen. Das ist natürlich schade, aber wir lernen daraus auch.“

Bei den Bambinis gingen Linus Helwig, Variato Wildemann und Ennio Leib an den Start. „Die Bambinis sind ganz gut gestartet und wir konnten uns im Mittelfeld positionieren. Im ersten Rennen gab es leider einen Unfall, in den mit Variato und Linus gleich zwei unserer Fahrer verwickelt waren. Dadurch sind die beiden zurückgefallen. Im zweiten Rennen konnten sich alle gut nach vorne kämpfen“, schildert Christian Wangard zufrieden. Allerdings kam es dann erneut zu einem schweren Unfall, in den Ennio Leib verwickelt war. „Gott sei Dank ist ihm nichts passiert – aber der Schock saß tief. Das Kart ist jetzt Kleinholz. Den anderen Fahrer hatte es mehr erwischt und er musste sich in ärztliche Behandlung begeben“, hält der 31-Jährige fest.

Maddox Wirtz zeigte bei den X30 Junioren erneut seine ganze Klasse. Dementsprechend positiv fallen die Worte seines Coaches aus: „Maddox hat eine Riesen-Show abgeliefert, auch im Zeittraining. Er war drei Zehntel schneller als der Zweite – mega krass.“ Im ersten Lauf schnappte sich der RMW-Fahrer den Sieg, im zweiten Lauf landete er auf Rang zwei. Sein zweiter X30 Junior-Schützling Luca Römhild konnte in Kerpen leider nicht glänzen. „Bei Luca lief es nicht rund. Er hat sich ein bisschen schwergetan mit der Strecke“, berichtet der Koblenzer.

Bei den X30 Senioren starteten gleich vier Fahrer für RMW Motorsport: Phillipp Menzner, Ben Fricke, Matteo Carozza und Manuel Klein. Letzterer sorgte für die Mega-Überraschung des Wochenendes, wie Christian Wangard begeistert erzählt: „Der war im Zeittraining auf Platz 11, im Rennen konnte er bis auf Platz drei vorfahren. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass er fast nie im Kart sitzt – eine wahnsinnige Leistung. Im zweiten Rennen wurde er dann ein bisschen durchgereicht und beendete das Rennen auf Platz 10. Für mich ist Manuel der Mann des Wochenendes. Bei dem starken Feld war das wirklich ein Ausrufezeichen von ihm, soweit nach vorne zu fahren. Hut ab!“ Bei den anderen drei Piloten lief es hingegen durchwachsen. „Philipp Menzer war am Freitag superschnell, hat aber in den Rennen den Rhythmus verloren und war auch noch in einen Unfall verwickelt und dadurch zurückgefallen. Ben Fricke hat im ersten Rennen einen Ausfall gehabt durch einen technischen Defekt. Im zweiten Rennen ist er super nach vorne gefahren. Matteo Carozza zeigte im Zeittraining eine gute Leistung und lieferte auch im ersten Rennen ordentlich ab. Leider wurde auch er im zweiten Rennen unverschuldet in einen Unfall verwickelt und musste dadurch ein paar Plätze einbüßen.“ Die Pace sei aber da gewesen, weswegen Christian Wangard optimistisch auf das kommende Wochenende blickt. Ähnlich verhielt es sich auch bei den OK Junioren Theo Oeverhaus, Luca Wehrli und Phillip Wiskirchen, die sich im Mittelfeld platzierten.

„Wir haben viel gelernt und eine gute Vorarbeit geleistet. Die Leistungen von Maddox Wirtz und Manuel Klein haben mich wirklich überzeugt. Für nächste Woche können wir aber auf jeden Fall noch zulegen und versuchen unseren Heimvorteil besser auszuspielen – noch eine Schippe draufzulegen“, gibt Christian Wangard die Marschroute für das ADAC Kart Masters in Kerpen vor, das vom 17. bis 18. August ebenfalls auf dem Erftlandring ausgetragen wird.

Michael Schulz – 15.08.2019

Fotos Michael Schulz und Harald Dickert