Linus Helwig und Tom Rommert in den Pokalrängen

Im Rahmen des ADAC Kart Masters dröhnten am zurückliegenden Wochenende auf dem Erftlandring in Kerpen die Motoren. Fünf Fahrer des RMW Motorsport-Ensembles griffen beim Halbzeitrennen des Championats in die Geschehnisse ein und erlebten aufregende Rennen. In teils turbulenten Wertungsläufen zeigten sich die Schützlinge in guter Manier und holten am Ende gleich zwei Pokale in die RMW-Reihen.

Am vergangenen Wochenende stand für RMW Motorsport alles auf Angriff. Im insgesamt 140 Fahrer*innen starken Starterfeld des ADAC Kart Masters schickte das Rennteam aus Koblenz seine Repräsentanten auf die Reise und stellte sich auf dem 1.107 Meter langen Kurs im Erftland harten Duellen.

Seine bis dato beste Vorstellung in der hochkarätigen ADAC-Meisterschaft zeigte Linus Helwig bei den X30 Junioren. Im ersten Rennen behauptete sich der Youngster als Vierter bereits erstmalig in den Pokalrängen und kämpfte im Führungspulk. Im Finale legte der RMW-Schützling daraufhin eine eindrucksvolle Show hin. Aus der Boxengasse heraus startete Linus in das Rennen, gab auf leicht feuchter Strecke Vollgas und fuhr bis auf den tollen Rang zweiten Rang nach vorne. Ein Fahrfehler kostete den Nachwuchspiloten im Rennverlauf jedoch leider seine Position und warf Linus an das Ende des Feldes zurück.

Matti Klasen sammelte bei den OK Junioren wichtige Rennerfahrung. Als 25. platzierte sich der Nachwuchsrennfahrer im Finale souverän im hinteren Mittelfeld.

Als 20. nach den Vorläufen war Tom Remmert im Feld der X30 Senioren zu Beginn des Wochenendes noch nicht auf gewohntem Niveau unterwegs. Im ersten Wertungslauf unterstrich der Rennfahrer im Anschluss allerdings sein Können einmal mehr. Aus dem Verfolgerfeld heraus schob sich Tom Runde für Runde an seinen Kontrahenten vorbei und schaffte es letztlich als Fünfter bis in die Pokalränge. Auch im Finale verdeutlichte der Tony Kart-Pilot guten Speed – eine Zeitstrafe bedeutete am Ende aber nur Platz 16.

Matteo Carrozza und Jannik Remmert glänzten ebenfalls mit guten Aufholjagden. Im ersten Rennen noch auf Platz 19, gab Matteo im Finale noch einmal alles und klassierte sich als guter Neunter in den hart umkämpften Top-Ten. Jannik war seinem Teamkollegen dabei dicht auf den Fersen, hatte es über die Renndistanz hinweg allerdings mit einer noch größeren Aufgabe zu tun: Nach einem Ausfall startete der Petersberger im finalen Wertungslauf vom Ende des Feldes. Von dort aus lieferte der ambitionierte Motorsportler eine eindrucksvolle Leistung ab und freute sich im Ziel als Zehnter über ein Top-Ten-Finish.

Angesichts des positiven Trends des Renngeschehens war Teamchef Michael Wangard am Abend zufrieden, zeigte sich aber dennoch kleinerer Baustellen bewusst: „Unsere Jungs haben heute in den Rennen einen super Job gemacht. Doch leider machen wir es uns aktuell durch verkorkste Zeittrainings zusätzlich schwer. Das Vorarbeiten aus dem Verfolgerfeld kostet jeweils viel Kraft und ist mit hohem Kollisionsrisiko verbunden – zukünftig müssen wir es schaffen, schon nach den Qualifyings in Schlagdistanz zu liegen.“

In den nächsten Wochen bleibt für RMW Motorsport keine Zeit zur Erholung. Am kommenden Wochenende ist das Rennteam beim Westdeutschen ADAC Kart Cup in Bopfingen unterwegs, ehe eine Woche darauf am 21. und 22. August das nächste Rennen des ADAC Kart Masters im bayerischen Ampfing den Terminkalender der Mannschaft füllt.